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Großübung "Wacken"

1.200 Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen übten am vergangenen Samstag, 09.09.2017, auf dem Festivalgelände des weltweit größten Heavy-Metal-Festivals im schleswig-holsteinischen Wacken.

Anfahrt mit der Fähre Glückstadt-Wischhafen

Unser GW San hat in Glückstadt wieder festen Boden unter den Rädern

Auftrag: Aufbau und Betrieb des BHP in Gribbohm

Der BHP 25

Patientenversorgung

Patientenversorgung

Patientenversorgung

Abtransport der Patienten (Alle Fotos: DRK KV Stade e.V. - KatS)

Das Wacken Open Air findet seit vielen Jahren friedlich und sicher statt. Andere deutsche Festivals haben in der Vergangenheit jedoch gezeigt, dass es durchaus Wetterlagen geben kann, in denen Gefahr für Leib und Leben der Besucher besteht. – Grund genug für den Landkreis Steinburg in Schleswig-Holstein, in dessen Einzugsbereich die Gemeinde Wacken liegt, einmal eine groß angelegte Katastrophenschutz-Übung durchzuführen. Als Übungslage angenommen wurde dann auch eine sich stark verschlechternde Wetterlage im Verlauf des Festivals, bei dem sich zum Zeitpunkt des Auftretens eines Tornados insgesamt rund 100.000 Beteiligte auf dem 220 ha großen Gelände befinden. Das Festival muss abgebrochen werden und die Gäste werden aufgefordert, sich auf die Campingplätze in ihre Fahrzeuge zu begeben.
Im Rahmen des Sicherheitskonzepts für das Open Air Festival befindet sich ein Sanitäts- und Rettungsdienst mit einem eigenen kleinen Krankenhaus auf dem Gelände. Dieser ist mit der Versorgung von rund 350 Verletzten jedoch schnell an seinen Kapazitätsgrenzen. Im weiteren Verlauf wird der Katastrophenfall durch den Kreis Steinburg festgestellt, der Katastrophenstab tritt im Itzehoer Kreishaus zusammen. Es werden Sanitätseinheiten aus umliegenden Landkreisen alarmiert. Die kommen sofort, und zwar aus Stormarn, Neumünster, Schleswig-Flensburg, Nordfriesland, Herzogtum-Lauenburg, Plön, Hansestadt Lübeck sowie aus Niedersachsen Einheiten des Deutschen Roten Kreuzes in Uelzen und Stade. Mit 432 Helferinnen und Helfern stellt die Rettungsdienstkooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) das größte Kontingent an Rettungskräften. Weiter dabei das THW und die Feuerwehrbereitschaften, das Kreisverbindungskommando der Bundeswehr, die Polizei, die Technische Einsatzleitung des Landkreises sowie die Deutsche Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG). Unterm Strich sind an diesem Übungstag 1.500 Menschen beteiligt. Schüler einer Itzehoer Schule mimen die Verletzten, werden von speziellen Gruppen der realistischen Notfalldarstellung geschminkt und auf ihr Aufgabe vorbereitet.
Die „Verletzten“ werden von den Einheiten vor Ort aufgesucht, es werden Verletztenablagen gebildet, die Verletzungen erstversorgt. Dann werden die Betroffenen in sogenannte „Behandlungsplätze“ gebracht und dort weiter versorgt. Anschließend folgt der Transport in ein Krankenhaus.
Die Einheiten aus dem benachbarten DRK-Kreisverband Stade setzten in den frühen Morgenstunden des Samstags mit der Fähre Wischhafen-Glückstadt über und wurden zunächst für Ihren Einsatz bereitgestellt. Im Verlauf des vormittags wurde in der Ortschaft Gribbohm ein Behandlungsplatz eingerichtet und von den Helferinnen und Helfern betrieben. Der DRK-Kreisverband Stade war mit rund 60 Helfern und 22 Fahrzeugen angerückt. (Text: DRK KV Stade e.V. - KatS)

9. September 2017 04:00 Uhr. Alter: 44 Tage